Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Peters Werft</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Peters_Werft"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Peters_Werft rootpage-Peters_Werft skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Peters Werft</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><table class="toccolours infobox float-right toptextcells vorlage-infobox-unternehmen" style="font-size:90%; max-width:25em; margin-top:0;" summary="Infobox Unternehmen">

<tbody><tr>
<th colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="font-size:110%;">Peters Werft GmbH
<p class="mw-empty-elt">
</p>
</th></tr>
<tr>
<td colspan="2" class="notheme" style="background:#f8f9fa; color:#202122; padding:1em 0;">
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Rechtsform" title="Rechtsform">Rechtsform</a>
</td>
<td><a href="Gesellschaft_mit_beschr%C3%A4nkter_Haftung_(Deutschland)" title="Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)">GmbH</a>
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Gr%C3%BCndung_(Recht)" title="Gründung (Recht)">Gründung</a>
</td>
<td>1871
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Sitz_(juristische_Person)" title="Sitz (juristische Person)">Sitz</a>
</td>
<td><a href="Wewelsfleth" title="Wewelsfleth">Wewelsfleth</a>, <span style="display:none;">Deutschland</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Deutschland" title="Deutschland"></a></span>&nbsp;<a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Unternehmensf%C3%BChrung" title="Unternehmensführung">Leitung</a>
</td>
<td>Mark Dethlefs
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Mitarbeiter" title="Mitarbeiter">Mitarbeiterzahl</a>
</td>
<td>110
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Erl%C3%B6s" title="Erlös">Umsatz</a>
</td>
<td>60 Mio. Euro
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Wirtschaftszweig" title="Wirtschaftszweig">Branche</a>
</td>
<td>Schiffbau
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;">Website
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.peters-werft.de/">www.peters-werft.de</a>
</td></tr></tbody></table><div class="editoronly" style="display:none;"></div>

<p>Die <b>Peters Werft</b> GmbH, von September 2000 bis März 2014 <b>Peters Schiffbau</b>, zuvor <b>Schiffswerft Hugo Peters</b>, ist ein Schiffbaubetrieb in <a href="Wewelsfleth" title="Wewelsfleth">Wewelsfleth</a> an der <a href="St%C3%B6r_(Elbe)" title="Stör (Elbe)">Stör</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="J._Peters">J. Peters</h3></div>
<p>Die Anfänge des Schiffbaus an der Stör reichen bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Den Grundstein der Peterswerft legte der 39-jährige Schiffbaumeister Jürgen Peters (1832–1921), als er die um 1800 von Harm Stelling senior gegründete Werft in Wewelsfleth am 1.&nbsp;Oktober 1871 von dessen 71-jährigen Sohn Harm Stelling junior erwarb. Bei Harm Stelling junior hatte Jürgen Peters von 1848 bis 1852 eine Lehre zum Schiffszimmermann absolviert. Danach arbeitete er auf Werften in Kiel und Hamburg. Im Jahr 1856 heuerte Peters als Zimmermann auf einem Frachtsegler an. Auf diese Weise kam er nach Australien, wo er als <a href="Goldsucher" title="Goldsucher">Goldschürfer</a> zu Wohlstand gelangte. Seinen Gewinn investierte er in die Gründung einer Werft in der Nähe von <a href="Sydney" title="Sydney">Sydney</a>, die zeitweise bis zu 35 Arbeitskräfte beschäftigte. Im Jahr 1869 reiste Peters als australischer Bürger nach Deutschland zurück, wo er vom Ausbruch des <a href="Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg" title="Deutsch-Französischer Krieg">Deutsch-Französischen Kriegs</a> überrascht und in <a href="Lockstedt" title="Lockstedt">Lockstedt</a> interniert wurde. Dort lernte er seine spätere Ehefrau kennen, die sich nach Kriegsende weigerte nach Australien auszuwandern. Peters verkaufte daraufhin 1871 sein australisches Unternehmen und erwarb die Werft seines ehemaligen Lehrmeisters in Wewelsfleth. Das Bauprogramm der Werft J. Peters umfasste anfangs verschiedene hölzerne Schiffe wie <a href="Schoner" title="Schoner">Schoner</a>, <a href="Ewer" title="Ewer">Ewer</a> und <a href="Kutter_(Bootstyp)" title="Kutter (Bootstyp)">Fischkutter</a>. Eine nennenswerte Neuerung war die 1894 in Betrieb genommene dampfbetriebene <a href="Gatters%C3%A4ge" title="Gattersäge">Gattersäge</a>. Im Oktober 1906&nbsp;brannte die Werft nur drei Tage nach dem Stapellauf des <a href="Lotsenschoner" title="Lotsenschoner">Lotsenschoners</a> <i>Groden</i> nahezu komplett ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zwischenschritte">Zwischenschritte</h3></div>
<p>Da der Firmengründer am Holzschiffbau festhalten wollte, verzichteten seine beiden Söhne Hugo und Wilhelm auf den Einstieg ins Unternehmen und dessen Wiederaufbau. Stattdessen wurde die Werft im Folgejahr an den Hamburger <a href="Schiffbauingenieur" title="Schiffbauingenieur">Schiffbauingenieur</a> Max Werner veräußert. Dieser ging aber bereits 1909 wieder Konkurs. In der Zwangsversteigerung am 14. Februar 1910 erwarb der 1874 geborene Hugo Peters den ehemaligen Betrieb seines Vaters zurück, veräußerte ihn aber bereits zehn Tage später an Claus Witt, der seit 1900 eine Werft in Wewelsfleth besaß und sein Unternehmen vergrößern wollte. Witt leitete die ehemalige Peters-Werft bis zum 1. Juli 1918 und verkaufte diese dann, ebenso wie gleichzeitig auch Gustav Junge die benachbarte Junge-Werft (1859 gegründet), an das Hamburger Unternehmen Friedrich Sternemann &amp; Co., das beide Betriebe zur Störwerft zusammenfasste (offiziell <i>Störwerft und Maschinenfabrik Friedrich Sternemann Hamburg/Wewelsfleth</i>). Die neuen Eigentümer beauftragten Gustav Junge mit der technischen Leitung der Störwerft und stellten ihm zudem am 20. September 1920 eine <a href="Prokura" title="Prokura">Prokura</a> für das Unternehmen aus. Nachdem die Störwerft im Jahr 1927 noch einige Schuten abliefern konnte, wurde sie zum 1. Juli 1928 mangels Aufträge stillgelegt. Das Gelände lag anschließend auf Jahre brach.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hugo_Peters_&amp;_Co."><span id="Hugo_Peters_.26_Co."></span>Hugo Peters &amp; Co.</h3></div>

<p>Nach dem Verkauf der väterlichen Werft an Claus Witt erwarb Hugo Peters im Jahr 1911 die östlich der Wewelsflether Fähre gelegene <a href="Abwrackwerft" title="Abwrackwerft">Abwrackwerft</a> <i>Jensen &amp; Massuthe</i>, die er in den folgenden zwei Jahren in eine Schiffswerft umwandelte. Der Betrieb war danach im Reparaturgeschäft sowie im Abbruchbereich tätig und führte ab 1918 auch Umbauten durch. Im Jahr 1919 beteiligte sich der zuvor in <a href="Burg_(Dithmarschen)" title="Burg (Dithmarschen)">Burg/Dithmarschen</a> tätige Schiffbauer Paul Theodor Berendsohn finanziell am Unternehmen, das danach als <i>Schiffswerft Hugo Peters &amp; Co.</i> firmierte. Im Mai 1921 brannte der große Schiffbauschuppen sowie ein Materiallager ab. Hugo Peters und Paul Berendsohn beseitigten zwar die Schäden, verkauften die Werft aber noch im selben Jahr an die <i><a href="Franz_Schiele" title="Franz Schiele">Schiele</a> und <a href="Eugen_Bruchsaler" title="Eugen Bruchsaler">Bruchsaler</a> Industriewerke AG</i> in <a href="Hornberg" title="Hornberg">Hornberg</a>, die den Betrieb zur <i>Unterelbe AG</i> umfirmierte. Während Paul Berendsohn im Anschluss die <a href="K%C3%B6hlbrandwerft" title="Köhlbrandwerft">Köhlbrandwerft</a> in Hamburg gründete, begann Hugo Peters mit dem Aufbau einer neuen Werft im etwas weiter oberhalb an der Stör gelegenen <a href="Beidenfleth" title="Beidenfleth">Beidenfleth</a>, die er 1922 eröffnete. Das Unternehmen bot Reparaturen- und Abbrucharbeiten sowie die Fertigung von Neubauten an. Während des Höhepunkts der <a href="Weltwirtschaftskrise" title="Weltwirtschaftskrise">Weltwirtschaftskrise</a> gelang es Hugo Peters im Jahr 1933, den Werftbetrieb nur mit seinen beiden Söhnen Paul und Hugo Wilhelm sowie einigen Lehrlingen aufrechtzuerhalten. Im Jahr 1936 lieferte die Werft mit der <i>Nordmark</i> ihr erstes stählernes <a href="K%C3%BCstenmotorschiff" title="Küstenmotorschiff">Küstenmotorschiff</a> ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schiffswerften_Hugo_Peters">Schiffswerften Hugo Peters</h3></div>
<p>Nachdem erste Verkaufsverhandlungen im Jahr 1935 gescheitert waren, erwarb Hugo Peters Anfang 1938 die seit 1928 brachliegende Störwerft in Wewelsfleth von Friedrich Sternemann zurück und eröffnete sie am 14. September 1938 erneut. Das Familienunternehmen firmierte jetzt als <i>Schiffswerften Hugo Peters, Wewelsfleth/Beidenfleth</i>. Zudem ersteigerte Hugo Peters am 13. März 1940 die Ende 1939 in Konkurs gegangene Wewelsflether Werft <i>Unterelbe AG</i>, um dort Fischkutter und andere <a href="Holzboot" title="Holzboot">hölzerne Schiffe</a> zu bauen. Die zwei Werften in Wewelsfleth fasste er anschließend zu einem Betrieb zusammen. Ebenso wurde die Werft in Beidenfleth weitergeführt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1945_bis_2000">1945 bis 2000</h3></div>

<p>In der unmittelbaren Nachkriegszeit wurden bei Peters britische Panzer instand gesetzt, bald darauf begann man wieder mit der Reparatur und dem Bau von Fischkuttern. Zum 1. Januar 1951 trat Hugo Peters das Unternehmen an seine beiden Söhne Paul und Hugo Wilhelm ab, wobei Paul Peters die Leitung der Beidenflether Werft und Hugo Wilhelm Peters die Leitung der Wewelsflether Werft übernahm. Im Jahr 1952 stellte man den Holzschiffbau auf dem Gelände der ehemaligen Werft Unterelbe ein und errichtete dort einen neuen <a href="Patentslip" class="mw-redirect" title="Patentslip">Patentslip</a> mit 1000 Tonnen Traglast. Durch weitere Baumaßnahmen in Wewelsfleth geriet das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten, woraufhin im Herbst 1953 der Hamburger Schiffbauingenieur Rudolf Schlöh das bisherige Familienunternehmen als Mitgesellschafter und Betriebsleiter verstärkte. Am 29. März 1954 starb Hugo Peters. Im Herbst desselben Jahres wurde die Beidenflether Werft nach Fertigung der <i>Hans Matthias</i> aus Rentabilitätsgründen geschlossen. Bis dahin waren dort insgesamt 27 Neubauten entstanden.
</p><p>Am 1. Januar 1955 wurde der bisherige Teilhaber Rudolf Schlöh zum geschäftsführenden Gesellschafter ernannt. Zudem erhielt er die Berechtigung das Unternehmen allein zu vertreten. Weitere Geschäftsführer und Anteilseigner des nun als <i>Schiffswerft Hugo Peters Wewelsfleth</i> firmierenden Betriebs waren Hugo Wilhelm Peters und der Kaufmann Theodor Boll. Gleichzeitig schied Paul Peters aus dem Geschäft aus, um die stillgelegte Werft in Beidenfleth wieder zu eröffnen und selbständig weiterzuführen. Die Beidenflether Werft war danach hauptsächlich als Reparaturbetrieb tätig und führte daneben einige Umbauten durch. Von 1957 bis 1958 baute Paul Peters dort die vier Schwesterschiffe <i>Tiny Tim</i>, <i>Lizard</i>, <i>Berta Beck</i> und <i>Olaf</i>. Das letzte der Schiffe wurde aufgrund Geldmangels nicht von seinem niederländischen Reeder abgenommen und 1958 mit erheblichen Verlust an den Reeder Kurt Saurin aus <a href="Wilster" title="Wilster">Wilster</a> veräußert. Infolgedessen meldete die Beidenflether Werft noch im selben Jahr Insolvenz an und stellte den Betrieb endgültig ein.
</p>

<p>Die Wewelsflether Werft machte sich in den folgenden Jahren unter der Leitung von Rudolf Schlöh einen guten Namen, insbesondere mit dem Bau von <a href="K%C3%BCstenmotorschiff" title="Küstenmotorschiff">Küstenmotorschiffen</a>. Im Jahr 1971, zum hundertjährigen Bestehen, konnte die Werft auf insgesamt 545 Neu- und Umbauten zurückblicken. Schon die Schiffe der ersten Nachkriegsserien waren für ihre verhältnismäßig schnittige Linienführung bekannt. Die seit den 1960er Jahren gebauten Schiffe der Werft erhielten darüber hinaus einen immer wieder weiterentwickelten typischen „Peters-Look“, der sich durch eine leicht nach vorn geneigte Linienführung der Aufbauten und zahlreiche andere Details auszeichnete und den Schiffen einen hohen Wiedererkennungswert verlieh. Die ab Ende der 1970er Jahre bis in die 1990er Jahre gebaute Serie der <a href="Peters_Fluss-Seeschiff" title="Peters Fluss-Seeschiff">Peters Fluss-Seeschiffe</a> besaß einfacher gezeichnete Aufbauten mit versenkbarem Ruderhaus.
</p><p>Am 30. Juni 1978&nbsp;ging der geschäftsführende Gesellschafter Rudolf Schlöh in den Ruhestand. Seine Mehrheitsbeteiligung übernahm Helmut Breuer, der seit 1947 auf der Werft tätig war und seit 1975 Unternehmensanteile besaß. Gleichzeitig schieden auch Hugo Wilhelm Peters und Theodor Boll als Geschäftsführer aus dem Betrieb aus. Helmut Breuer leitete die Werft mit rund 350&nbsp;Beschäftigten (348 am 1.&nbsp;Januar 1982) bis zum Jahr 2000. Im Dezember 1995 wurde er zum Alleininhaber der Werft, indem er die 35%ige Restbeteiligung erwarb, welche die Gründerfamilie Peters bis dahin noch am Unternehmen gehalten hatte. Die <i>Schiffswerft Hugo Peters Wewelsfleth</i> wurde daraufhin zum Jahresbeginn 1996 zur <i>Peterswerft Wewelsfleth</i> umfirmiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Seit_2000">Seit 2000</h3></div>


<p>Am 13. Juni 2000 musste die Geschäftsführung der Werft einen Insolvenzantrag stellen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem Unternehmen <a href="Kusch_Yachts" title="Kusch Yachts">Kusch Yachts</a> fand sich ein neuer Investor, der die Mehrheitsbeteiligung an der Weft übernahm, die in den Folgejahren unter dem neuen Namen <i>Peters Schiffbau</i> agierte. Die Werft kooperiert seitdem beim Neu- und Umbau von <a href="Megayacht" title="Megayacht">Megayachten</a> mit dem neuen Mehrheitseigner. Die erste komplett bei Peters gefertigte Megayacht lief im Dezember 2003 vom Stapel und wurde im Juli 2005 mit dem Namen <i>Lady Christina</i> fertiggestellt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Neubau von Frachtschiffen lief parallel dazu weiter und wurde 2009 mit Ablieferung des 138&nbsp;m langen Containerschiffs <i>Euro Adventure</i> eingestellt. Im Juli 2025 lieferte die Werft mit der 100&nbsp;m langen <i>I Dynasty</i> ihren bislang letzten Megayacht-Neubau ab. Seitdem konzentriert sich das Unternehmen, das im März 2014 in <i>Peters Werft</i> umfirmiert wurde, hauptsächlich auf die Instandhaltung, Reparatur und den Umbau von Schiffen.
</p><p>Im August 2017 begann auf der Werft die Restaurierung der <a href="Peking_(Schiff)" title="Peking (Schiff)"><i>Peking</i></a>, einer <a href="Bark_(Schiffstyp)" title="Bark (Schiffstyp)">Viermast-Stahlbark</a> für das <a href="Deutsches_Hafenmuseum" title="Deutsches Hafenmuseum">Hafenmuseum</a> in Hamburg.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Restaurierung wurde im Spätsommer 2020 abgeschlossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.welt.de/print-welt/article525441/Hoffnung-fuer-Peterswerft.html">Artikel vom 28. Juli 2000 in der <i>Welt</i></a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.miramarshipindex.nz/ship/1008530">Miramar Ship Index, Schiffsdaten <i>Lady Christina</i></a>, (kostenpflichtige Website), abgerufen am 25. November 2025</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/restaurierung-in-der-peters-werft-die-peking-kommt-in-der-daemmerung-id17248156.html">Von New York nach Wewelsfleth&nbsp;: Restaurierung in der Peters Werft: Die „Peking“ kommt in der Dämmerung</a></span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Gert Uwe Detlefsen: <cite style="font-style:italic">Vom Ewer zum Containerschiff</cite>. Die Entwicklung der deutschen Küstenmotorschiffe. Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford 1983, ISBN 3-7822-0321-6.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Peters+Werft&amp;rft.au=Gert+Uwe+Detlefsen&amp;rft.btitle=Vom+Ewer+zum+Containerschiff&amp;rft.date=1983&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3782203216&amp;rft.place=Herford&amp;rft.pub=Koehlers+Verlagsgesellschaft" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Cai_Boie" title="Cai Boie">Cai Boie</a>: <cite style="font-style:italic">Schiffbau in Deutschland 1945–52</cite>. Die verbotene Industrie. 1. Auflage. Verlag Gert Uwe Detlefsen, Bad Segeberg und Cuxhaven 1993, ISBN 3-928473-11-5.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Peters+Werft&amp;rft.au=Cai+Boie&amp;rft.btitle=Schiffbau+in+Deutschland+1945-52&amp;rft.date=1993&amp;rft.edition=1.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3928473115&amp;rft.place=Bad+Segeberg+und+Cuxhaven&amp;rft.pub=Verlag+Gert+Uwe+Detlefsen" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Herbert Karting: <cite style="font-style:italic">Die Peterswerft und ihre Schiffe</cite>. 125 Jahre Peterswerft. 250 Jahre Schiffbau in Wewelsfleth. Verlag H.M. Hauschild, Bremen 1996, ISBN 978-3-931785-12-3.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Peters+Werft&amp;rft.au=Herbert+Karting&amp;rft.btitle=Die+Peterswerft+und+ihre+Schiffe&amp;rft.date=1996&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783931785123&amp;rft.place=Bremen&amp;rft.pub=Verlag+H.M.+Hauschild" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><cite style="font-style:italic">Spezialist für Bagger-Reparatur an der Stör</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Hansa_(Zeitschrift)" title="Hansa (Zeitschrift)">Hansa</a></cite>. Heft 4, 2018, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>92</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Peters+Werft&amp;rft.atitle=Spezialist+f%C3%BCr+Bagger-Reparatur+an+der+St%C3%B6r&amp;rft.date=2018&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=Heft+4&amp;rft.jtitle=Hansa&amp;rft.pages=92" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Peters_Werft?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Peters Werft</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.peters-schiffbau.de/">Website der Peters Werft</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kusch-yachts.com/">Website der Yachtwerft Kusch Yachts</a></li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-11-25" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Peters_Werft&amp;oldid=261853769">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>